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je NEIGE

je NEIGE (entre les mots de villon) / ich SCHNEIE (zwischen den worten von villon)

Das Buch

Voraussichtliches Erscheinungsjahr 2018, Verlag La Lettre volée, collection Poiesis 2018.

Ein längerer Auszug erscheint im Frühjahr 2017 in der österreichischen Literaturzeitschrift manuskripte 215 (Graz 2017), ins Deutsche übersetzt von dem Schriftsteller Andreas Unterweger.

A propos du livre

Die abwesenden Wörter in der Dichtung Villons benennen, aus den Lücken zwischen seinen Wörtern heraus sprechen.

Sich durch die Öffnung Zutritt verschaffen.

Zu Gehör bringen, was bleibt, wenn man die Gedichte auf den Boden zwingt. Die wiegende Bewegung unter den Wörtern oder genau vor den Wörtern. Dieser Drang zu schreiben, der ihn auszeichnete.

Den Wellentanz zwischen dem Leben des Dichters und seinem Werk einfangen, das Schweigen zwischen den Fakten in den zahlreichen Biographien, den Balladen der Lais und des Testaments. Das Werden des Gedichts aussprechen.

Ein geriffeltes Blanc.

Eine Energieverbindung zwischen Villon als Person und seinem Werk. Die Balladen nicht noch einmal dürftig wiederholen, die Biographien und die Archive beiseitelegen. Zwiesprache halten mit dem, was Villon durchdrungen hat, um Werk zu werden. Die Anschwemmungen benennen, das, was sich nicht in den Gedichten abgelagert hat. Aus Anschwemmung, nicht aus Ablagerung, daraus besteht also der Stoff!
Die Triebkräfte des Schreibens scheinen also die Wurzellosigkeit, die ständige Bewegung, das Exil, das Fehlen von Land und Natur zu sein, außer es sind der Schnee und der Wind, der Aufruhr und die Liebe, das Spiel. Sie haben eine Verbindungslinie gezogen zwischen seinem Körper und seinem Werk. Eine Linie, die zur Stimme wird. Eine Stimme, die Gestalt annimmt. Ein bewegter Körper in Bewegung.

Lesungen

Präsentation eines Auszugs aus Je neige (ich schneie), gelesen von der Schauspielerin Danielle Arrigoni im Theater Robert Manuel, Château de Plaisir anlässlich des Festivals aCROSS’ 16, Emergences. Aux confins du sensible (Aufbrüche, an den Grenzen des Erspürbaren), Montag, 2. Mai 2016. Festivalleitung Lenka Stranska, organisiert von der Universität Paris-Est, dem Laboratoire VMT, der Ecole des Ponts ParisTech / UPEM / IFSTTAR, dem CHCSC, der Universität Versailles-Saint-Quentin en Yvelines und dem Institut ACTE, der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne / dem CNRS mit IREMUS, der Universität Paris-Süd und der Ville de Plaisir.

Link zu den Fotos mit der Festivalleiterin Lenka Stranska und der Schauspielerin Danielle Arrigoni
Klicken Sie hier für das Festivalprogramm:

Festival aCROSS

Zum Buch

Dem Text je neige (entre les mots de villon)/ ich schneie (zwischen den worten von villon) ging eine erste Projektphase im Internet voraus. Sie wurde realisiert unter der Leitung von Claire Tencin für die Website ardemment.com.
Von Januar bis Ende März 2015, drei Monate also, habe ich regelmäßig meine Überlegungen zum Schreiben dieses Textes, als er noch in seinen Anfängen steckte, online gestellt und mich mit den Lesern im Netz ausgetauscht. Am Ende der Online-Präsenz sollte der fertige Text stehen. Die erste Phase galt dabei noch nicht dem poetischen Dialogtext je neige, sondern dem Thema der Schreiblust entre les mots de villon. In der Folge entstand ein kurzer Essay, der den Text begleitet.